Schulungsfilme radikal umgedacht

Im Corporate Video-Bereich ist scheinbar nichts einfacher zu produzieren als Schulungsfilme. Denn mehr als öde Berieselung wie in den Vertretungsstunden zu Schulzeiten erwartet keiner. Hier gilt es, mit neuen Ansätzen die Lust am Zuschauen zu wecken, damit die Informationen auch aufgenommen werden. Wie im Fall unserer Arbeitsschutz-Produktionen für die BSR!

Mit der Zielgruppe auf Augenhöhe 

Anstatt mit erhobenem Zeigefinger Do‘s und Dont‘s herunterzuspulen, muss man der Zielgruppe auf Augenhöhe begegnen.

Die Mitarbeiter dürfen keine Staffage sein. Sie können stattdessen als Identifikationsfiguren und Paten für bestimmte Präventionsthemen in Erscheinung treten. Aber Vorsicht: Auf ein reines Laienspiel darf man sich nicht verlassen. Dies kann wie in vielen Fällen unfreiwillig komisch wirken. Eine Vermittlerinstanz, zum Beispiel eine Moderationsfigur, ist hier zu empfehlen.

Ein Moderator hilft

Ein erfahrener Moderator kann mit den Mitarbeitern vor der Kamera in Interaktion treten, beispielsweise während Interviews zu Sicherheitsaspekten vor Ort. Eher zurückhaltende Mitarbeiter werden dabei von ihm „an die Hand genommen“, und bei der Konfrontation mit „echten Typen“ entstehen mitunter Situationen, die sogar Raum für gemeinsame Improvisationen und freies Spiel lassen.

Humor als Türöffner

Aber wie vermittle ich meinen Content in einem Schulungsfilm am effektivsten? Studien sind zu dem Schluss gekommen, dass humorvoll transportierte Inhalte viel Aufmerksamkeit bekommen und besonders gut behalten werden. Wieso nicht also spielerisch werden? In einer Art Prüfungs-Parcours könnte der Moderator als Praktikant gegen die Firmenmitarbeiter antreten. Den Kontrast zwischen unerfahrenem Moderator und Unternehmensprofis haben wir für die BSR auf die Spitze getrieben, für das Thema Fremdfirmeneinsatz: Mit Anleihen an Hollywood-Buddy-Movies weist ein ungleiches Duo aus trotteligem Moderator und gestandenem Experten auf die Sicherheitsaspekte auf dem BSR-Gelände hin.

Konventionen aufbrechen

Das angestaubte Format des Schulungsfilms wartet darauf, aufgebrochen zu werden – bringen Sie seriöse Themen frisch und unterhaltsam rüber! Lockern Sie didaktische Passagen mit reportagehaften Interviews auf, oder kombinieren Sie erklärende Grafiken mit authentischen Performances der Mitarbeiter.

Mit solchen Mitteln kann ein Schulungsvideo noch viel mehr leisten: Er bestätigt die Mitarbeiter in ihrer Arbeit und gibt ihrem Wirken Wichtigkeit. Sie können, mit einem Augenzwinkern, vor der Kamera als Helden gefeiert werden, und die Zuschauer viel stärker ins Geschehen miteinbeziehen.