Video Recruiting Trends 2018

Video als Sieger, Livestreaming boomt, Mitarbeiter als Influencer

Das Videos seit Jahren im Employer Branding eingesetzt werden, ist schon lange mehr Pflicht als Kür. Klassische Arbeitgebervideos stehen gegenüber neuen Trends, steigender Mobilität, neuen Anforderungen an das, was gesehen werden will. Man beachte vor allem die digital aufgewachsenen Generationen Y und Z, die nun allmählich herangereift sind und voll und ganz im Arbeitsleben stehen.

Wer mithalten will im „War for Talents“, ist gefragt, sich unaufhaltsam im Employer Branding zu bemühen und neu zu erfinden, im Tempo von Trends und Digitalisierung. Wir geben Impulse, wie Unternehmen auch im Jahr 2018 mit Videos neue Talente für sich gewinnen können.

Social Recruiting: The winner is… video

Um die richtigen Mitarbeiter zu finden, müssen Unternehmen ihre Talente dort antreffen, wo sie sich gerne aufhalten. Dass das für die Generationen Y und Z die sozialen Medien sind, ist längst in den Personalabteilungen angekommen. Und das gefällt: Mehr als 70% der zwischen 1981 und 1998 Geborenen finden es gut, wenn Unternehmen im Recruiting auf Social Media setzen.

Wer in 2018 seine Sichtbarkeit in den sozialen Medien erhöhen will, sollte sich das Medium Video zunutze machen. Denn Videos in Social Media sind so populär wie nie zuvor. Dafür sprechen die Algorithmen der sozialen Kanäle, die immer mehr auf die Verbreitung von Videoinhalten ausgerichtet sind und Text- und Bildinhalte nach und nach verdrängen.

Herausforderung ist, die Veränderungen der Kanäle zu beobachten und die Videos in ihrer Machart so zu gestalten, dass sie den einzelnen Plattformen gerecht werden. Wichtigste Prämisse: Die Videos sollten vor allem kurzweilig sein, zum Beispiel in Form von Trailern oder Mini-Stories.

Mein Mitarbeiter, der Micro-Influencer

Blogger und YouTuber sind für die Produktwerbung als digitale Meinungsmacher wertvoll geworden. Doch die Interaktionsrate eines Accounts sinkt überproportional, je mehr Follower dieser hat. Im Vergleich: Hat mein Account unter 1000 Follower, kann ich mit einer Interaktionsrate von durchschnittlich 8,0% rechnen. Habe ich über 1 Mio. Follower, sinkt meine Interaktionsrate auf magere 1,7% – ein Grund, weshalb Unternehmen nun stärker auf das Potential von Micro-Influencern setzen.

Laut Burda hat ein Micro-Influencer nur durchschnittlich 350 Follower, die aber dafür umso aktiver liken und sharen. Zudem haben Micro-Influencer häufig ein Hobby, über das sie Meinungen teilen, auf die ihre Follower stark vertrauen. Hier geht es nicht mehr um Selbstvermarktung, sondern um echte und ehrliche Leidenschaft!

Das Influencer Marketing wird im Personalbereich noch zurückhaltend genutzt. Otto Group bildet derzeit Mitarbeiter zu eigenen Corporate Influencern aus, die künftig aktiv Marketing für ihren Job machen. Die Bundeswehr setzt ihre Mitarbeiter schon länger als Micro-Influencer ein. In der Webserie „Die Rekruten“ begleitet die Bundeswehr Rekruten bei ihrer Grundausbildung und veröffentlicht passende Inhalte auf Facebook, Instagram und Snapchat. Der Effekt: Die Bewerbungen für den freiwillligen Wehrdienst stiegen um 21 Prozent.

Live-Video als neue Recruiting-Chance

Was in klassischen Recruiting Videos gut geplant sein muss, kommt beim Livestream einfach so daher: Authentizität. Eine Eigenschaft, nach der jedes Unternehmen strebt.

Helvetia Versicherungen Schweiz haben den neuen Videotrend für ihr Recruiting genutzt und sich damit den HR Excellence Award 2017 in der Rubrik „Innovationen“ gesichert. Per Livestream erzählten sie über eine ausgeschriebene Stelle und beantworteten live die Fragen der Zuschauer. Die Aussagen der Personaler sind überlegt, aber nicht gescriptet, was sie sehr authentisch macht. Und der Vorteil ist klar: Bewerber können sich schon früh ein Bild von der Stelle und den Kollegen machen.

Livestreamen zu Recruitingzwecken hat viel Potential. Man denke an Live-Rundgänge durch das Unternehmen oder ein kurzes Interview mit dem zukünftigen Kollegen – Media Com macht es vor. Das spart Ressourcen in den Personalabteilungen, weil interessierte Bewerber sich schon mit einem sehr realistischen Bild ins Vorstellungsgespräch setzen.

Mitarbeitern eine Stimme geben: Town Hall Meetings

Sind die Mitarbeiter erfolgreich angeworben, begegnen dem ein oder anderem Mitarbeiter ein wachsender Trend in Unternehmen: den Town Hall Meetings. Als modernes Format der Betriebsversammlung werden verschiedene Standorte eines Unternehmens zusammengeschaltet. Per Livestream spricht häufig zunächst die Geschäftsleitung, bevor die Mitarbeiter Fragen, Sorgen und Anregungen vor Ort oder per Chat loswerden können. Die Deutsche Telekom verband 2017 ihr Town Hall Meeting mit einem Kinoerlebnis.

„Der Mitarbeiter ist nicht mehr nur Adressat. Er kann die Agenda aktiv mitgestalten und neue Impulse geben.“, sagt Mark Schlossarek, Head of Video Production bei movingimage. „Diese Form der Beteiligung schafft einen ehrlichen und transparenten Austausch zwischen Unternehmensleitung und dem normalen Mitarbeiter. So kann das Town Hall Meeting extrem effektiv zur Mitarbeiterbindung und Motivation beitragen.“

PORTFOLIO: Recruitingvideos

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